Verständnis der Methode
Im Fuss werden alle Organe und Systeme des Menschen bildschirmähnlich im verkleinerten Massstab als sogenannte Zonen "reflektiert". Die Therapeuten arbeiten im Fussgewebe gezielt mit speziellen Griffen im wörtlichen Sinne einer Be-Hand-lung, ohne Verwendung von Apparaten und anderen Hilfsmitteln.
Der Schmerz, der durch die spezielle Grifftechnik an manchen Stellen am Fuss ausgelöst wird, unterscheidet sich von anderen Schmerzen, z.B. orthopädische Probleme, Gewebestauungen, Fehlspannungen in der Muskulatur, dadurch, dass er meist nur bei punktueller Behandlung der Zonen auftritt und im Lauf einer Behandlungsserie deutlich nachlässt bzw. ganz verschwindet. Er ist somit als eine Art "Wegweiser" auf der "Landkarte" der Füsse zu verstehen, der uns verlässlich zu den behandlungsbedürftigen Zonen führen kann.
Schmerzhafte Bereiche am Fuss allein ermöglichen jedoch keine eindeutigen diagnostischen Aussagen über Ursache, Art und Dauer der vorhandenen Belastung. Üblicherweise wird der Schmerz als "Feind" angesehen, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Als Ordnungs- und Regulationstherapie geht die RZF einen anderen Weg: Sie versteht jede Art von Schmerz, auch den in den Zonen, als Hinweis, dass die Heil- und Regenerationskraft des Menschen Hilfe und Unterstützung braucht.
Ein gesunder Mensch hat in der Regel einen schmerzfreien Fuss, der sich warm und elastisch anfühlt und gut durchblutet ist. Wenn die Füsse häufig kalt sind, wenn sich Fusspilz, Hühneraugen, Schrunden, durchgetretene Längs- oder Quergewölbe zeigt, können dadurch Rückschlüsse auf Störungen im Organismus gezogen werden. Die langjährigen Erfahrungen belegen, dass sich durch gezielte Behandlungen der belasteten Zonen der Gesundheitszustand des Menschen deutlich verbessert und Symptome und Beschwerden verschwinden können. In den letzten Jahrzehnten wurden diese Beobachtungen durch etliche experimenelle Studien bestätigt.
Es ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass Krankheiten schon vor dem Wahrnehmen von Schmerzen und dem Auftreten von anderen störenden Beschwerden beginnen. Sie haben immer eine mehr oder minder lange Entstehungszeit, in der der Organismus mit seiner Lebens- und Regenerationskraft versuht, die vorhandenen Funktionsstörungen selbst auszugleichen.
In diesem Zeitraum, dem sog. Vorfeldstadium, zeigen sich jedoch die zugeordneten Zonen am Fuss bereits auffällig und schmerzhaft. Auf diese Weise ist es möglich, Erkrankungen bereits schon in einer frühen Phase vor dem Entstehen von belastenden Symptomen über die Zonen zu erfassen und zu behandeln. Daraus ergibt sich zugleich die Chance einer sinnvollen und notwendigen Gesundheitspflege und Vorsorge.